deutsche Diplomatin; FDP
* 26. März 1909 Berlin
† 25. November 2003 Bonn-Bad Godesberg
Herkunft
Margarete Hütter stammte aus einer liberalen Kaufmannsfamilie.
Ausbildung
Sie besuchte nach der Volksschule ein Lyzeum, das sie mit der mittleren Reife verließ, und studierte dann Fremdsprachen in England, Frankreich und den USA.
Wirken
Bis 1932 war H. als Sekretärin und Fremdsprachenkorrespondentin in Berlin, London und Paris tätig. 1933 heiratete sie mit Dr. Johann Hütter einen im Elsass tätigen Dozenten für Neuere Geschichte und wurde französische Staatsbürgerin. In den folgenden Jahren führten sie ausgedehnte Reisen nach England, Frankreich und in die USA.
Im Zweiten Weltkrieg trat Dr. Hütter als Offizier in die deutsche Wehrmacht ein und beantragte für sich und seine Frau die Einbürgerung, die 1943 auch vorgenommen wurde. 1944 wurde Hütter an der Ostfront als vermisst gemeldet.
Nach Kriegsende (1945) nahm H. eine Stelle als Sekretärin, später als Dolmetscherin beim Chef der amerikanischen Militärregierung für Württemberg-Baden, Oberst W. Dawson, an. 1947 wechselte sie als Referentin für amerikanische Fragen nach Stuttgart in das dortige "Deutsche Büro für Friedensfragen". 1948 schloss sie sich der FDP/DVP an, kandidierte mit Erfolg (für Theodor Heuss nachgerückt, der drei Tage zuvor zum Bundespräsidenten gewählt worden war) zur ersten Bundestagswahl vom 14. ...